PARANOID PICTURES
Sleepwalker

Ogorekords – VÖ: 03.02.2017
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Zuletzt aktualisiert am: 28. Februar 2017

Die Wut muss raus! Das wussten schon die 69er. Nachdem der Flower Pop die revolutionären Gedanken zunichte gemacht hatte und der Glam Rock das Zepter übernahm, kam er daher. Wütend, aggressiv, verzweifelt, Kurt Cobain als Ikone der Grunge Bewegung, die von ihm mitbegründet und auch zu Grabe getragen wurde. Denkt man.  Aber warum sollte Grunge tot sein?

Er lebt verdammt nochmal! Er lebt in PARANOID PICTURES aus Hamburg. Die Band um Sänger Arnico Niemeyer hat sich 2008 gegründet und ist nach zahlreichen Besetzungswechseln zu einem unschlagbaren Trio gewachsen. Man scheißt auf Klischee und Schublade und macht das, was in den 90ern schon allen Alten vor den Kopf und Jungen ins Herz gestoßen hat, Grunge mit Stonereinschlag. Mit ihrem neuen und ersten Album “Sleepwalker” starten die drei Hamburger durch. Ausgerotzt  innerhalb einer Woche im bandeigenen Proberaum in Hamburg und veröffentlicht und promotet vom neuen Kieler Label Ogorekords wird von ihnen in Zukunft noch einiges zu hören sein.

Auf der 14 Songs langen Platte bieten PARANOID PICTURES Grunge erster Klasse. Sie klingen rau und knarzig, und bauen sich mit “Sleepwalker” die perfekte Abschussrampe für heftige Livegigs. Mit dem aufwendig produzierten Video zu  “Alcohol” und dem dahinter steckenden fantastischen Song brauchen sie sich nicht verstecken.

Dass die Band nicht nur laut sein kann, sondern auch in ruhigeren Klängen eine gute Figur macht, zeigen Songs wie der zur Mitte hin ausbrechende „Hobo Blues“ und „Melancholia“ deutlich, letzterer beschließt das Album und last die düstere Grundstimmung der Platte beinahe friedlich ausklingen.

„Sleepwalker“ ist ein lautes und wütendes Album, aber auch fragil und voller Zweifel und mit einem Pop-Appeal der seinesgleichen sucht.

Video zum Song “Alcohol“:  

MarLo
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