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Der alte Spirit

Anaheim, Orange County, Huntington Beach … eigentlich eine Gegend, die für ihre grandiosen Punk-Bands bekannt ist, aber bei der Nähe zum Schmelztigel Los Angeles (SLAYER, MEGADETH etc.) wundert es nicht, dass diese Nachbarn sich dem Metal verschrieben haben. Dem Erbe der großen L.A.-Bands scheinen sich CREMATORY STENCH absolut bewusst, obwohl ihr musikalischer Style deutlich brutaler und deathmetallischer tönt als die genannten Thrasher.

Dennoch, die sägenden Gitarren mit durchaus melodischem Anspruch waren nicht nur MORBID ANGEL-Mastermind Trey Azagthoth in den 80ern ein Ansporn für die eigene kreative Verwirklichung. Ganz ähnlich gehen die vier Latino-US-Boys 2016 an ihre Musik heran. Vermutlich sind die Bandmitglieder ca. 25 Jahre jünger als ich, aber der Spirit, der ihren Songs innewohnt, entfacht sofort die Glut aus vergangenen Tagen. Chuck Schuldiner, Martin van Drunen, Richard Brunelle, Chris Reifert heißen die Vorbilder und deren Vermächtnis wird auf der nur 14-minütigen EP in fantastischer Art und Weise fortgeführt und bietet Old-School-US-Death-Metal vom feinsten! Logisch, dass auch das Artwork ganz in der Tradition von „Abominations Of Desolation“ oder „Reign Of Terror“ angelegt ist. Für uns alte Säcke zudem schön zu sehen, dass die Zukunft gesichert ist. Wir wünschen CREMATORY STENCH auf alle Fälle ein langes Leben und eine baldige LP-Veröffentlichung.

(FDA Rekotz / Soulfood - VÖ: 19.08.2016)

d. von junzt

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