BAND: MARS VOLTA, THE
ALBUM:

LABEL: Universal - 25.1.2008
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Zuletzt aktualisiert am: 07. Februar 2008
Auch THE MARS VOLTA haben es schon früh verstanden, dass Legendenbildung und vertrackte musikalische Pfade ganz gut Hand in Hand gehen, was sie jedoch zu ihrer neuen Platte im Vorfeld vom Stapel lassen, setzt dem Ganzen wohl die Krone auf: Omar kaufte in Jerusalem ein Ouija Board, das ist so ein seltsames Brett, um mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. Das wollte er dem anderen MARS VOLTA Cedric schenken. Jedenfalls will es die neu kreierte Legende, dass sich bizarre Verflechtungen einer Liebes-Lust-Mord-Dreiecksgeschichte auf die Band übertrugen, so bald die Jungs ihre Finger auf das Brett legten. Das Stück hatte anscheinend einen negativen Einfluss auf den Fortbestand und die Arbeit der Band: eskalierende Konflikte mit dem Drummer, Studio stand unter Wasser und zu allem Überfluss blätterte die Beschriftung an dem Oui-ja-Brett ab, welches stattdessen präaramäische Schriftzeichen offenbarte. Da wurde es THE MARS VOLTA zu viel und sie vergruben das Ouija Board, woraufhin das neue und viereinhalbte Album (eine EP, drei Alben) „The Bedlam In Goliath“ eine neue Bestimmung fand. Und das ein bisschen so klingt, wie die Fans es erwartet haben: eine dicke Portion Wahnsinn, Schnelligkeit, verwirrende Drums, dauernde Stil- und Geschwindigkeitswechsel, seltsam rockige, hysterisch aufschreiende Gitarren, leicht gepitchter Gesang und komplexe Songs, die bis zu zehn Minuten dauern. Wie immer: keine Musik für nebenbei, am besten wirkt sie nach dem Anschauen eines Films wie „Santa Sangre“ oder „El Topo“. Damit beziehe ich mich ausnahmsweise auf das Namedropping von dem beiliegenden Infozettel, aber es stimmt, ist versprochen, ich hab´s tatsächlich ausprobiert ;o)
El_Nico
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