Al Bakr3Ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter begeht wahrscheinlich Selbstmord

Eigentlich hätte man jetzt inzwischen schon längst über Amri geschrieben haben müssen. Der Amri, der von den deutschen Geheimdiensten monatelang beobachtet, von einem V-Mann nach Berlin chauffiert wurde, diesem erzählte, dass er Anschläge verüben wolle, wohl selbst eine Quelle der Behörden war (vgl. BZ. 24.3.2017), zu dem Warnungen ausländischer Geheimdienste eingingen und der trotzdem dann den schwersten Anschlag seit dem Oktoberfest-Anschlag 1980 auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz verüben konnte. Aber der abstruse Fall al-Bakr ist für meinen Geschmack etwas zu früh aus der Presse verschwunden. Das

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"Ein Kämpfer kann sterben - nicht aber seine Ideen"


Im WAHRSCHAUERr Nr. 3 vom Frühjahr 1989 gratulierte ich Cuba zum 30. Jahrestag der erfolgreichen Revolution und schrieb: „Glückwunsch an die Revolution in Cuba und an Fidel Castro, der vor 30 Jahren am 1.1.1959 die von den Yankees unterstützte Batista-Diktatur beseitigen konnte. Mit 80 Mann war Fidel Castro auf Cuba gelandet,

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 Al BakrPolice Academy in Sachsen?

In Sachsen scheint alles möglich. Die Frage ist aber, ob im al-Bakr-Fall wirklich ein neuer Teil von Police Academy gedreht wurde, oder ob der Fall eher wie beim NSU-Wahnsinn aus dem Innern des Staates zum Himmel stinkt. Auffällig ist jedenfalls, dass der merkwürdige „Vorfall“ al-Bakr so gut wie komplett und umgehend aus den Medien verschwunden ist.

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Sevim DagdelenMerkels Duckmäusertum ist Freibrief für Erdogans Willkürherrschaft

Der türkische Präsident Erdogan unterzieht sein Land einem Islamisierungskurs. Den vereitelten Putsch vom Juli nimmt der Staatschef zum Vorwand zur großen „Säuberungsaktion“, wie Massenentlassungen und Massenverhaftungen am Bosporus im reinsten Nazisprech offiziell genannt werden. Erdogan denkt langfristig. Durch die Neubesetzung zehntausender Lehrerstellen sichert sich seine regierende AKP den Zugriff auf die Köpfe der jungen Generation. Frei nach Gramsci geht es um langfristige Hegemonie.


Gegen seine Kritiker geht der Möchtegernsultan gegen mit immer rigideren Mitteln vor. Es vergeht kein Tag ohne Negativnachricht aus dem NATO-Mitgliedsland. Kommunalpolitiker und Bürgermeister der kurdischen HDP im Südosten der Türkei werden verhaftet, kritischeJournalisten weggesperrt, unbotmäßige Wissenschaftler und Künstler schikaniert. Über Jahre musste etwa der weltberühmte

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muehsamErinnerungen an Mühsam

Schon als Sechzehnjähriger wehrte sich Erich Mühsam gegen die stupide Atmosphäre in seinem Lübecker Gymnasium. Mit viel Witz und Sarkasmus ging er gegen die Lehrerschaft und gegen das Elternhaus vor, bis man ihn von der Schule feuerte wegen „sozialistischer Umtriebe“. Vorher hatte er noch die turnusmäßige Rede seines Rektors in einer Zeitung glossiert.

So war es mit der Schule vorbei und Erich Mühsam musste den Beruf eines Hilfsapothekers erlernen. Nach sehr kurzer Zeit ging er dann den dornenvollen Weg eines Schriftstellers. Zwar schrieb er für viele Zeitungen witzige Texte, verfasste Gedichte und gründete zusammen mit Paul Scheerbart, einem ähnlich „gestrickten“ Menschen, die Zeitung „Das Vaterland“, in denen sie mit Absicht nur Lügen verbreiten wollten. Mal sollten es politische, gesellschaftliche und künstlerische, dann wieder persönliche Angelegenheiten sein, aber immer mit „einem Hintergrund“. Leider erschien diese Zeitschrift nie, da die beiden Haudegen noch in gleicher Nacht das Anfangskapital von 30 Mark verzechten.

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