Mittwoch, 02 Mai 2018 12:16

ETERNAL DIRGE - Morbus Ascendit

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Wie göttlich! Das US-Underground-Label Unspeakable Axe hat sich tatsächlich einem Kleinod der deutschen Metal-Szene angenommen und das erste Album sowie beide vorangegangenen Demos der 1996 aufgelösten Ruhrpott-Thrasher ETERNAL DIRGE neu aufgelegt. Dies ist einerseits erstaunlich, da das Quartett bei den Fans nie den Stellenwert von Bands aus der direkten, lokalen Nachbarschaft erreichte (SODOM, KREATOR, RAGE), aber andererseits in dem Zeitraum 1989 bis 1992 wahrscheinlich eine der innovativsten und progressivsten Bands der harten Schiene überhaupt aus der Taufe hob!

Legt man zuerst das 89er-Demo „Right To The Core" der Doppel-CD ein, so zeigt sich hier noch am deutlichsten der von vielstimmigen Chören, sozial- und umweltkritischen Texten sowie harten Breaks geprägte Punk/Hardcore-Einfluss der Band. Wobei die wahre Nähe zum Speed/Thrash-Metal eigentlich nie wirklich verlassen wurde. ETERNAL DIRGE verstehen es meisterhaft, Einflüsse aus Doom, Death Metal, Folk und sogar EBM und Punk in ihre vielschichtigen Songs einfließen zu lassen, ohne dass der rote Faden "Thrash Metal" verloren geht. Brachiale Riffgewitter und Maschinengewehr-artige Double-Bass stehen dann beispielsweise neben abgedrehtesten Melodien und prägnanten Basslinien. Für die damalige Teenie-Band durchaus sehr(!) beachtlich.
Mittwoch, 02 Mai 2018 11:52

THE 20BELOWS - Headaches And Moodswings

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Alle anderen Veröffentlichungen der 20BELOWS waren Sampler und Split Releases, so dass mit "Headaches And Moodswings" auf dem New Yorker Label Whoa Oh endlich ein echtes Debüt vorliegt. Und auf diesem zeigen sich die zum Quartett angewachsenen Kopenhagener gereift, was sie auch selbst stets betonen.
Dienstag, 21 Februar 2017 14:25

MORBID ANGEL - Illud Divinum Insanus

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Kein Album der vergangenen Jahre hat die Death Metal Szene derartig intensiv beschäftigt wie das Comeback der kranken Engel um David Vincent. Was war im Vorfeld nicht alles über das „I“-Album zu lesen? Techno, Hardcore, Industrial, dem Metal abgeschworen, Verrat an den Fans etc. etc. Nun, um es kurz zu machen: MORBID ANGEL ist für meinen Geschmack ein absoluter Geniestreich gelungen! „Illud Divinum Insanus“ steht am (derzeitigen) Ende einer Entwicklung, die sich über 25 Jahre hinzog und in deren Verlauf die Band von einer lupenreinen Death/Thrash Metal-Band zu einer polyvalenten Künstlervereinigungmutierte. Das muss man nicht gut finden, aber es erscheint mir nur logisch. Der musikalische Anspruch der Herren Azagthoth und Vincent kann es niemals gewesen sein, das siebte „Altars of Madness“-Album zu veröffentlichen, stattdessen drückten die Einflüsse aus LAIBACH-EBM, Industrial und Mozart-Klassik den Scheiben der Amis schon im vorvergangenen Jahrzehnt der 90er ihren (wenn auch nur leichten) Stempel auf! Die Techno-Intros der 2008er Tour stießen ja bereits manchem Fan sauer auf, aber wie MORBID ANGEL in „Too Extreme!“ dann direkt im ersten Song der Rückkehr nach acht Jahren