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Review der Woche: CRUDA SORTE - "Ewigkeiten im Schimmel"
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Ewigkeiten a1341480341 16Böser, schwarzer Brocken rasender Tonkunst

Als Projekt bereits 2005 gegründet, konnten sich die Berliner Extrem-Metaller CRUDA SORTE vor allem in den letzten zwei Jahren durch Neuzugänge an Drums und Gitarre zu einer echten und eingeschworenen Band mausern. Einhergehend mit den ersten überzeugenden Konzerten in der Underground-Szene der Hauptstadt hat sich das kleine aber feine Label Bleeding Heart Nihilist Productions das Trio geschnappt und lässt mit „Ewigkeiten im Schimmel“

einen böse-schwarzen Brocken rasender Tonkunst auf die Meute los. Schon der 11minütige Opener „Die letzte Ära“ dient der Band als Signature-Song, der pures Inferno mit doomig klingenden Passagen mischt und durch Nathanaels verzweifelt wirkende Stimme in hypnotische Sphären entschwindet. Der Hörer kann sich dem Album komplett hingeben und in ein Loch aus Depression, Aggressivität und Irrsinn fallen lassen. Sowas hat man bisher am ehesten von den Kanadiern SORTILEGIA gehört, deren Anfänge jedoch zeitlich wesentlich später liegen. Zwischendurch wird der schnelle Black Metal-Sound durch den ungewöhnlichen Song „Spinnentanz und Giftbefall“ im Ethno/Klassik/Rock-Stil aufgelockert. Hier kommen dann auch mal die tolle, klare Produktion des Albums sowie das bemerkenswerte Drumming von ANIMO AEGER-Neuzugang M. Greis deutlicher zum Vorschein. So merkt man CRUDA SORTE eine hervorragende Entwicklung an, die in dem fulminant-fatalistischen Rausschmeißer „Schimäre“ endet und den Hörer erschöpft aber erfüllt zurücklässt. Unerwartet starker Release!

(Bleeding Heart Nihilist Prod. - VÖ: 26.02.2018)