BAND: YOUNG LEGIONNAIRE
ALBUM:

LABEL: Wichita / Cooperative Music / Universal - VÖ: 06.05.2011
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Zuletzt aktualisiert am: 01. Juni 2011
YOUNG LEGIONNAIRE sind ein neues britisches Indierock-Supergroup-Projekt, ohne dass die Band von BLOC PARTY-Bassist Gordon Moakes und AUTOMATIC-Sänger/-Gitarrist Paul Mullen sich danach anhört. Die Herren präsentieren sich auf ihrem Debüt „Crisis Work“ wohltuend eigenständig und kompromisslos. Mit dem elekronisch aufgepimpten, eingängigen Indierocksound von BLOC PARTY oder der treibenden Melodiösität von AUTOMATIC (die mich immer etwas an die MANIC STREET PREACHERS erinnern) hat das, was die Herren abliefern, nichts zu tun. „Crisis Work“ ist ein überraschend wuchtiges Indie-Hardrock-Album. Besonders reizvoll an YOUNG LEGIONNAIRE ist diese Art Musik, kombiniert mit Paul Mullens prägnantem Organ, welches mit Brian Molko (PLACEBO) und Johnny Rotten (SEX PISTOLS) verglichen wird. Zu Werbezwecken wird ja so einiges behauptet, in diesem Fall jedoch sind die Vergleiche nicht abwegig. Der Opener „Twin Victory“ hat bei mir tatsächlich Assoziationen an beide genannten Herren geweckt. Ansonsten geht die Stimme aber eher in Richtung Brian Molko als in Rottens, ist aber nicht so hoch und damit angenehmer. „Numbers“ klingt beinahe wie eine Kollaboration Molkos mit den QUEENS OF THE STONE AGE. „Chapter Verse“ ist ein eingängiger Hardrock-Brocken, wie ihn die FOO FIGHTERS mit ihrer Mainstream-Harmlosigkeit nie hinkriegen werden. Es gibt auf „Crisis Work“ viele Einflüsse zu entdecken, die aber völlig im bandeigenen Sound eingebettet sind und daher nie an der authentischen Eigenidentität der Band zweifeln lassen.
Jo Neujahr
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