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dockDockville – 12.-14.8.2011

 

Hamburg / 12.-14.8.2011: Mitte August findet in Hamburg-Wilhelmsburg, auf der großen Elbinsel gelegen, zum nun schon fünften Mal das Dockville Festival statt. Auf einer langsam zuwuchernden Brache, mit Blick auf Hafenbecken, alte Reetspeicher, sprich: inmitten der wunderbarsten maritimen Industrieromantik, die in den Wochen vor dem Festival von Künstlern mit unterschiedlichen Installationen kreativ angereichert wurde, geben sich auch dieses Jahr wieder Indie-Größen und viel versprechende Newcomer die Klinken in die Hand.

Zur ersten Kategorie gehören aus dem bisher bekannten Line-Up mal ganz sicher die Birminghamer Indie-Elektro-Industrial-Bombasten EDITORS, ebenso wie die beiden amerikanischen Szenegrößen, die eher zum klassischen Alternative- bzw Indierock tendierenden AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD und COLD WAR KIDS. Und natürlich darf in solchen Kreisen Skandinavisches nicht fehlen, bittschön: JOHNOSSI sind auch mit an Bord. Aus der deutschsprachigen Fraktion stechen wundervollerweise DIE GOLDENEN ZITRONEN hervor, dazu

kommt noch Experimentelleres von DIETER MOEBIUS, ASMUS TIERCHENS und FELIX KUBIN. Im Vergleich zum letzten Jahr fehlen noch die ganz dicken Publikumsmagnete, die eine sichere Bank in Sachen Breitenwirkung sind, wie JAN DELAY oder WIR SIND HELDEN. Mich störte es nicht, wenn es so bliebe.

Denn zu etwas Speziellem wird das Dockville zum einen aus der Bandbreite an unterschiedlichsten Stilen und Richtungen, die hier als Indie im besten Wortsinne zusammenfinden. Zum anderen aber sind es die vielen kleinen und unbekannten Bands und Künstler, die man maximal vom Hörensagen kennt. Hier gilt: „Entdecken statt erwarten", wenn ich mal kurz werbetexten darf.

Dazu kommt eine sehr faire und auf die lokalen Gegebenheiten eingehende Haltung der Veranstalter, die die Stimmung nur positiv beeinflussen können: Statt massenhaftem Fan-Merchandise gibt es die „Freihandelszone", wo kreative Kleinstunternehmer handgemachte und selbstdesignte Artikel verkaufen können, auf dem Campingplatz gibt es einen kleinen Supermarkt auf dem man – für Festivalverhältnisse – sehr günstig an Essen und Getränke kommt (Bockwurst mit Brötchen 2 Euro, Jever 0,3 für 1,50 Eur, / Kiste für 25 Euro). Auch auf dem Gelände gibt es Bier (das gute Jever) und sonstige Getränke zu ebenfalls sehr okayen Preisen und wirklich massenhaft gutes und einigermaßen günstiges Essen. Und für die Anwohner in Wilhelmsburg gibt es jedes Jahr extrem vergünstigte Festivaltickets (irgendwas um 12 Euro/Tag), sicher nicht der schlechteste Beitrag zu einem gutnachbarschaftlichem Verhältnis. Dementsprechend setzt sich das Publikum auch relativ bunt aus interessierten Viertelbewohnern, lokalen und heimschlafenden Indiefreunden und jugendlichen Campern zusammen, letztes Jahr waren wohl an allen drei Tagen rund 20.000 Menschen auf dem Gelände.


Und hier noch mal die Kurzinfos zum diesjährigen Dockville:


12.-14. August
Drei-Tages-Ticket incl. Camping und Müllpfand für 74 Euro.
Reiherstieg Hauptdeich / Ecke Alte Schleuse
Hamburg-Wilhelmsburg


Der Rest findet sich hier:

www.msdockville.de