A Fight Club Within  tobias

„Sicher werde ich manchmal komisch angeschaut”, meint Tobias Prüwer, „aber ich finde es eher lustig, wenn ich höre, dass man sich einen Theaterkritiker anders – will heißen: seriöser im Look – vorgestellt hat. Wer bei bestimmten Arbeitgebern tätig ist oder zum Jobcenter muss, kann sich da ganz andere Sachen anhören.” Tobias Prüwer ist tätowiert, hat geweitete Ohrläppchen und einen erfrischend kenntnisreichen, ungewöhnlichen und spannenden Essay zum Thema Body Modification geschrieben, der nun als Buch erschienen ist. Wie der Gegenstand seiner Untersuchung selbst bleibt auch Prüwer nicht an der Oberfläche stehen, sondern geht tiefer und fördert erstaunlich Buntes zutage. Wir sprachen mit dem Autor über Piercing als Widerstand, Tätowierung als Mode (oder umgekehrt) und die mannigfaltigen Motive, seinem Körper zu zeigen, wo es langgeht.

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Legales Brot  voltron

„Kaventsmann“ – die seemännische Bezeichnung für eine Riesenwelle – ist der Titel des zweiten Outputs der Berliner Doomcore-Blutgrätsche VOLTRON. Alles zermalmend, wuchtig und gefährlich erlebten wir das Extrem-Quintett im Berliner Kastanienkeller kürzlich auch live. Obwohl die Band schon zehn Jahre aktiv ist und mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, stehen die Vollblutmusiker nun endlich in den Startlöchern, um die Weltmeere zu erobern. Grund genug für den WAHRSCHAUER, die Jungs zu befragen, wie genau das vonstattengehen wird. Wir trafen uns also in Berlin-Lichtenberg zu einem gemütlichen Abend bei Tortilla, Bier, selbstgebackenem Hanfbrot und Bohneneintopf mit Sänger Senor Kato und Gitarrist Mars Brennen.

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wightZeit ist (wichtiger als) Geld!

Stonerrock, Psychedelic Rock, Doom – man denkt dabei sicher nicht ganz zu Unrecht an schwermütige Hippies, die der bösen Welt mit dicken Joints trotzen. Dass das auch ganz anders geht bezeugt das Trio WIGHT. Bandgründer, Gitarrist und Sänger René Hofmann sprach mit uns über das Leben als Musiker, die GEMA und noch mehr.

WAHRSCHAUER: Wie kam euer Album "Through The Woods Into Deep Water" bei den Leuten an?

René: Dadurch, dass wir uns etwas vom reinen Doom verabschiedet und für andere Stilen geöffnet haben, erreichen wir ein breiteres Publikum. Das schlägt sich auch in der Presse nieder. Die Reaktionen sind durchweg

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pandoras bliss„Für Japan haben wir rund 200 Adressen angeschrieben. So kamen die 8 Gigs zustande.“  

Es gibt nicht viele europäische Bands, die es komplett selbstorganisiert schaffen, eine Japan- und eine US-Tour auf die Beine zu stellen. PANDORA’S BLISS überzeugten die Veranstalter, weil sie den Sound von L7, HOLE und NIRVANA in neuer Intensität in die Gegenwart katapultieren. 

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