...und kurz steht die Zeit still.turbostaat

„Die ganze Stadt ist halber Schutt... kommt, reißt sie endlich ein!“ Nachdem „Das Island Manöver“ textlich selbst für TURBOSTAAT-Verhältnisse relativ kryptisch war, werden zum Soundtrack des Fünfer-Gespanns unter der erneuten Produktion von Moses Schneider klare Worte gewählt, wie im krönenden Album-Abschluss: „Der Krieg ist nie vorbei, so lange er sich lohnt“. Auch eine national gesinnte Kapelle, denen ich bestimmt keine Namens-Nennung gönne (auch Negativ-Werbung ist Reklame), kriegt kurz mal ihr Fett in „Pestperle“ ab.

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Der Arschloch-Zug

blackelephantDer Einstieg dieser Platte mit insgesamt 22 Stücken – plus geheimem Hidden Track – spricht für sich: „How To Use This Album“ stellt die Frage aller Fragen, nämlich was mit einer schwarzen Elefantenband anzufangen sei. Die Antwort folgt prompt: Zuhören! Am Ende dieses kurzen Intros kündigt der Sänger sinngemäß an, man solle erstmal abwarten, was als nächstes kommt, falls man das Ganze bisher nicht so mochte. Super - ich gehöre zur Zielgruppe und fühle mich angesprochen!

Weiterlesen: Review der Woche 23/2013: BLACK ELEPHANT BAND 

BAD RELIGION True NorthSchon im Vorfeld ließen BAD RELIGION verlauten, „True North" werde sich auf die Wurzeln der Punk-Recken aus Los Angeles beziehen, das heißt: kurze und knallige Songs wie in den frühen Tagen des Schaffens. Da die Scheibe dazu auch noch von Joe Barresi (QOTSA, MELVINGS, TOOL...) produziert wurde, stieg die Spannung natürlich: wie würde sich dieser Spagat auswirken? Ganz einfach: großartig! Die Verbindung von den alten Qualitäten mit einem guten Produzenten „von außerhalb" ist gelungen. Knackige Zwei-Minuten-Stücke, bei denen es ordentlich knallt, gut poliert, aber nicht überzüchtet...in Kombination mit dem guten

Weiterlesen: Review der Woche 22/2013: BAD RELIGION - True North

7ER JUNGS  Home Is Where The Crew IsAls es für die 7ER JUNGS am 21.07.2011 hieß: „ab auf die Bühne“, war so ziemlich alles anders als normal. Zum einen war der Ort des Geschehens die altehrwürdige Loreley. Zum anderen sollte nun, nach all den Jahren des „Live Fluches“, der die Band am Spielen hinderte, endlich der erste Auftritt nach der Gründung der Band 2004 stattfinden. Darauf hatten nicht nur die Jungs gewartet, sondern auch das Publikum, das bereits beim ersten Song die Abtrennungen gen Bühne übersprang. Die ganze Geschichte gibt es in der CD mit Liebe zum Detail nachzulesen (und bei Facebook auf dem Bandprofil zu sehen). Nur

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MONOPHONA The Spy„The Spy“ entfaltet eine merkwürdige Anziehungskraft, mit der die Band aus Luxemburg schon seit längerem bei ihren Auftritten auf das Publikum wirkt. Merkwürdig, weil schwer zu fassen. Präzise dafür sind die Klangspitzen selbst, effektiv im Ergebnis – wie ein Spion eben, der dazu noch mit einer Handbewegung die Stimmung im ganzen Raum auf den Kopf stellen kann. So drehen Claudine und Chook den Titelsong etwa plötzlich auf links, als sei ihre Elektro-lastige Musik ein feines Kleidungsstück mit einer unerwartet dunklen Innenseite, das den kompletten Körper stilvoll in sich einhüllt. Gelassen melancholisch, ohne

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