devilsCoitus-Interruptus-Rock'n'Roll

THE DEVILS scheppern so schnell und dreckig durch ihr Erstlingswerk wie ein Bischof, der sich wegen Veruntreuung von Kirchengeldern aus dem Staub machen muss. Was für ein brachialer Spirit, eine rotzfreche Attitüde! Allein Songnamen wie „Coitus Interruptus (From A Priest)“ oder „Shaking Satans Balls“ passen bestens ins blasphemisch-höhnische Konzept der Band.

Dass Voodoo Rhythm Records ein Faible und ein Gespür für Kuriosa hat, bewies das Label schon oft. Wer bei den DEVILS allerdings den typischen Lo-Fi-

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samavayo
Von KYUSS lernen heißt siegen lernen!

Seit meiner Zeit als Tonträgerfachverkäufer ist mir genau bewusst wie viele Alben gemacht werden, die man schnell mal überhört. Es gibt für sie keinen wirklichen Existenzdrang, kein Druck, kein Grund, halbgare Musiker und trotz der richtigen Einstellung am Ende zu wenig Ausdauer. So enden die meisten musikalischen Werke in der Bedeutungslosigkeit. Das staubtrockene Album „Dakota“ der Berliner SAMAVAYO bildet den genauen Gegenpol zur Bedeutungslosigkeit. Es glänzt in jeder Hinsicht, strahlt am Wüstenhorizont wie die

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berlinskibeatDie glorreichen Sieben sind verrückt geblieben!

Hui, jetzt bin ich wach! BERLINSKI BEAT haun wieder auf die sprichwörtliche Pauke mit ihrer aktuellen EP. Die sieben Musiker sind Meister mitreißender Beats. Wunderbar tanzbare, schnelle Balkanrhythmen mixen sie mit modernen Beats und Berliner Schnauze mit Augenzwinkern. Sie plaudern aus dem Berliner Leben bei Tag und Nacht mit allem, was den Duft der Großstadt ausmacht.
Und so geht’s mit Karacho und „Ick mach heut frei“ los. Diese Botschaft spricht einem doch aus der Seele! Einfach mal das Smartphone ignorieren oder ganz ausschalten und die freie Zeit genießen. Die Musiker haben mal wieder ein feines

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New order music complete coverFormidable Wandlung

Es ist schon erstaunlich, welchen Weg die Band genommen hat, die als WARSAW startete, sich dann in JOY DIVISION umbenannte, dann nach dem Tod ihres charismatischen Frontmanns Ian Curtis nochmals umbenannte und seither den Namen NEW ORDER trägt. Die Wandlung der Gruppe ist dabei immer eng mit ihrer Heimatstadt Manchester verknüpft gewesen. Sowohl WARSAW, als auch JOY DIVISION und die frühen NEW ORDER waren stark beeinflusst und inspiriert vom desolaten Zustand Manchesters, Ende der 1970er und der 1980er Jahre, als die Stadt als Relikt einer sterbenden Industrie, der die Politik Margaret Thatchers den Rest gab, praktisch eine

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EDITORSDie Wunde scheint zu verheilen

Nach dem letzten, ziemlich durchwachsenen Album „The Weight Of Your Love“, gibt es Neues von den EDITORS. Die gute Nachricht ist, dass „In Dream“ nicht solch teilweise wirklich furchtbare Musik wie sein Vorgänger zumutet. „The Weight Of Your Love“ bot zwar einerseits eine Handvoll großartige dunkel-melancholische Pop-Ohrwürmer, wie „Sugar“ oder „Two Hearted Spider“, ansonsten aber auch ziemlich miese Stadionrock-Grütze, die vermuten ließ, die Herren wollten den traurigen Weg von COLDPLAY, U2 oder SIMPLE MINDS gehen.

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